Tolle Farbe ohne Reue: 7-free & vegane Nagellacke

Susannes Entdeckung für hübsche Nägel ohne Bäh: 7-free & vegane Nagellacke in coolen Farben und mit super Halt. Plus: Made in Germany! We love!

von Susanne Mayr

Ich kann mich an meinen frisch manikürten Fingernägel oft nicht satt sehen. Aber… ! Seit meine Tochter die ersten Zähnchen bekommen hat und ich ihr öfter mal in den kleinen Mund fassen muss, ist die Vorstellung, dass da auf meinen Nägeln ein Chemiecocktail glänzt, schlichtweg inakzeptabel. Im Biomarkt habe ich mir daher ein paar Lacke besorgt die alle mehr oder weniger o.k. waren. Aber eben auch nicht mehr. Und die Farbauswahl war dazu gelinde gesagt begrenzt.

Als ich für die Frauenzeitschrift Glamour kürzlich zum Thema vegane Kosmetik recherchiert habe, brachte mich eine Kollegin auf die Marke OZN Vegan. Ich war sofort neugierig: Können 7-free und vegane Nagellacke im Vergleich zu üblichen Chemiecocktails in puncto Farbe und Halt punkten? Tatsächlich: Die Lacke von OZN sind für mich der perfekte Balanceakt zwischen einem schadstoffarmen Lack, coolen Modefarben und gutem Halt. Bravo!

FARBSPEKTAKEL

Aber kommen wir zu den Farben: Sie sind großartig! 7-free und vegane Nagellacke von OZN gibt es in sage und schreibe 140 Farben! Mein Herbstfavorit ist „Ingke“ (ca. 15 Euro): Ein knalliges, aber unaufdringliches Hagebuttenrot mit einem semimatten Finish. Das sieht zu meiner zart gebräunten Haut (die ich noch vom Sommer retten konnte) wunderschön aus. Der flache, weiche Pinsel schafft es, die Farbe gleichmäßig und exakt aufzutragen. Der Lack deckt mit nur einem Farbauftrag perfekt. Die meisten Namen der Farben sind übrigens nach Freundinnen der Gründer, Blogger oder Redakteurinnen benannt, die sich eine Farbe aussuchen durften.

Die gesamte Palette reicht von zartem Perlmutt über sattes Gelb bis hin zu klassischem Rot oder hippem Türkis. Die aktuelle Herbstkollektion umfasst 16 Töne von Bordeaux bis hin zu Altrosé.

OZN: Made in Germany

Die Nagellacke von OZN sind alle Made with Love in Germany. Alles wird in Deutschland abgefüllt und alle verwendeten Inhaltsstoffe werden auch in Deutschland hergestellt. Gründerin Nina Skarabela hat die Lacke mit ihrem Partner David Gerrlich entwickelt. Beide kommen aus der Beautybranche und teilen die Leidenschaft für Nagellack. Ihr Ziel: Sie sollten so ungiftig wie möglich sein. Dass sie zusätzlich vegan sind, komplett auf tierische Inhaltsstoffe und Tierversuche verzichten, ist ein weiteres Plus. Außerdem stecken in der neu entwickelten Formulierung (seit 2016) zusätzlich die Vitamine  A, C, E und ProVitamin B5. Diese sollen die Nägel kräftigen und pflegen. Noch sind die Produkte nicht zertifiziert, die Verfahren dazu laufen aber.

Was bedeutet 7-free bei Nagellacken?

„7-Free“ bedeutet bei Nagellacken, dass auf so viele Schadstoffe wie möglich verzichtet wurde. Es sollen keine Inhaltsstoffe enthalten sein, die im Verdacht stehen die Gesundheit nachhaltig zu gefährden und zum Beispiel Krankheiten wie Krebs zu begünstigen oder auf den Hormonhaushalt einzuwirken.

Bei OZN kommen deshalb diese „bösen Sieben“ nicht ins Fläschchen:

Formaldehyde
(Gelten als krebserregend. Dürfen in Deutschland aber in einer Konzentration unter 1 Prozent verwendet werden.)
Toluol
(Entfettet die Haut und kann zu Entzündungen führen.)
DBP = Dibutylphthalat 
(Ein Weichmacher. Einatmen oder Verschlucken kann zu Gesundheitsschäden führen und es treten vorübergehende Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen auf. Die Europäische Union stuft Dibutylphthalat übrigens als „fortpflanzungsgefährdend“ ein. )
Xylol
(Xylole sind entzündlich und wirken bei Aufnahme über die Haut und die Atemwege gesundheitsschädigend. Sie können zum Beispiel Kopfschmerzen, Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Schwindel und Atemnot hervorrufen.)
Aceton
(Eine chemische Verbindung, die die Haut reizen kann. Die Dämpfe können Übelkeit erzeugen.)
Campher
(Wirkt auf das Nervensystem und Nieren. Es kann Übelkeit und Atemnot verursachen)
Colophonium
(Kann zu Kontaktekzemen führen.)

Als Lösungsmittel wird stattdessen Acetate verwendet. Ein Ester, der aus Essigsäure gewonnen wird und als unbedenklich gilt. Und auch Silikon und Mineralöl gibt es bei OZN nicht. Warum machen das nicht alle so?

Ist Nagellack nicht immer vegan?

Nein. Viele nicht-vegane Nagellacke enthalten tierische Farbpigmente: Karmin stammt von Läusen, Guanin wird aus Fischschuppen hergestellt und Keratin, das pflegend wirkt, wird aus Hörnern oder Hufen gewonnen. Und auch wenn in der Formulierung selbst keine tierischen Produkte enthalten sind, können diese jedoch versteckt in der Herstellungskette vorkommen. Die Produktion der OZN Nagellacke läuft daher unter strengen Halal-Richtlinien. Ja richtig, das kennt man eigentlich nur von Lebensmitteln die nach muslimischen Standard hergestellt werden. In der Kosmetik bedeutet es jedoch, dass keinerlei tierische Stoffe enthalten sein dürfen. Das gilt auch für Schmiermittel, Lauföle und Fette der verwendeten Produktions- und Abfüllmaschinen. Für strenge Veganer ein wichtiges Kriterium.

7-free und vegane Nagellacke von OZN gibt es auf ozn-vegan.de und in folgenden Boutiquen:
Green Glam (Augsburg) – auch im Online Shop, The Bean Store, Tobs  und Capricorn Store (alle in München),

#letsRELAXbeautifully

Susanne

Fotos: Susanne Mayr

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