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Traumjob Spa Managerin? Anne Schmidt vom Das Stue erzählt

Ist es ein Traumjob, als Spa Managerin anderen Menschen täglich Entspannung zu bescheren? Das wollte Ariane von Anne Schmidt vom Das Stue Hotel wissen und bat sie zum Tee…

von Ariane Busch

Als ich zum Testen des Susanne Kaufmann Boutique Spa im Das Stue Hotel war, habe ich auch die Managerin des Spa, Anne Schmidt (links im Bild), kennengelernt. Die waschechte Berlinerin hat so eine herzliche Art, dass man sich in ihrer Gegenwart sofort wohl fühlt. Sie lacht viel und man merkt, dass sie ihren Beruf mit Leidenschaft ausübt. Traumjob Spa Managerin? Das fragte ich mich während meines entspannenden Treatments bei Kim (rechts neben Anne). Wie schön ist es, tagtäglich für die Entspannung so vieler Menschen zu sorgen? Meine Neugier war geweckt. Und so bat ich Anne Schmidt einen Tee mit mir zu trinken, um Antworten auf meine Fragen zu bekommen…

 

Liebe Anne Schmidt,

wie sind Sie als Spa Managerin im Das Stue Hotel gelandet?
Ich wurde entdeckt… Ich war im Oktober 2012 eigentlich schon auf dem Absprung nach London, als ich angerufen wurde, ob ich Lust hätte, das neue Das Stue Spa im Dezember zu eröffnen und zu managen. Neugierig ging ich zum Kennenlerngespräch und habe mich sofort im Stue (damals noch eine Baustelle) zu Hause gefühlt. Es ist für mich eine ganz besondere Oase in Berlin, so nah am Tiergarten. Ich sagte prompt zu und mein Engagement in London ab. Es war eine Bauchentscheidung. Zwei Monate später haben wir dann schon eröffnet.

Das klingt sehr spontan und entschlossen. Was haben Sie davor gemacht?
Ich habe eine große Fitness-Kette gemanagt. Ich komme ganz klassisch aus dem medizinischen Massagebereich und habe Spa- und Wellnessmanagement studiert. Eigentlich wollte ich nie wieder eine Spa-Eröffnung leiten, aber in Das Stue habe ich mich sofort verliebt. Und Susanne Kaufmann hat einfach eine so großartige Philosophie, da konnte ich gar nicht anders.

Wie gelingt es Ihnen, Ihre Gäste in kürzester Zeit aus dem (oft stressigen) Alltag abzuholen und ihnen in ein paar Stunden maximale Entspannung zu bescheren?

Ich rate ihnen schon bei der Buchung ganz bewusst Zeit einzuplanen, um in Ruhe bei uns anzukommen. Niemand hetzt zu einer Behandlung und ist von einem Moment auf den anderen entspannt. Natürlich tun wir alles dafür, diesen Ort so ruhig und friedvoll wie möglich zu gestalten. Unsere Therapeuten haben zudem kleine Anfangsrituale, die beruhigend wirken. Aber letztendlich muss sich jeder wirklich bewusst die Zeit bei uns nehmen und ausschöpfen.  Ich definiere SPA als AUS-Zeit, eine Zeit, die man sich ganz bewusst schenkt.

 

„Mein Radweg durch den Tiergarten macht meinen Kopf frei.“

 

Wie gelingt Ihnen das bei sich selbst?
Durch Sport. Ich liebe schon meinen Radweg zu und von der Arbeit durch den Tiergarten. Das macht meinen Kopf frei. Ansonsten durch Yoga, Schwimmen und Zeit in der Natur.

Wohin ziehen Sie sich zurück, wenn Sie dringend Ruhe benötigen?
Ans Wasser. Segeln tut mir immer sehr gut. Aber auch ein See oder Fluss beruhigt mich sofort.

Haben Sie ein persönliches Relax Ritual?
Einmal im Monat gönne ich mir mit einer Freundin in ihrem privaten Kosmetikstudio einen kleinen Wellness-Austausch. Das ist unser ganz persönliches Ritual, das wir beide sehr schätzen.

Entspannung duftet für Sie nach….?
Das ist bei mir Jahreszeitenbedingt. Im Winter nach Kamin, Schnee, Kälte. Im Sommer nach Lavendel, Moos, Wald.

 

„Eine Massage zu geben, ist für mich wie Meditation.“

 

Worauf würden Sie gerne verzichten können?
Der Außeneinfluss, also der Stress, der mit ständiger Erreichbarkeit einhergeht, nimmt schon stark zu. Oft reagiert man dann eher nur noch als zu agieren. Dem würde ich mich gerne noch mehr entziehen. Wobei ich schon sehr genau beachte, wann ich soziale Medien konsumiere. Eine Massage zu geben, ist für mich übrigens wie eine Meditation, ich bin dann ganz bei mir.

Ihr Tipp für ein paar Minuten Entspannung pur?
Kleinigkeiten wahrnehmen: Ein Lächeln, etwas Leckeres zu Essen oder Trinken genießen, bewusst atmen. Alles, was einem in dem Moment glücklich macht und gut tut.

Ist das Bedürfnis der Großstadtmenschen nach einem Ort der Ruhe und nach einer Flucht aus der Realität in den letzten Jahren gestiegen? Spiegelt sich das auch in der Nachfrage der Behandlungen wider?
Ja, auf jeden Fall. Anti-Stress oder Detox-Behandlungen sind sehr gefragt.

Was ist beliebter? Schönheits-  oder Entspannungstreatments?
Schönheitsbehandlungen sind stark im Kommen – neuerdings auch bei Männern. Das finde ich interessant. Die Gäste, die Schönheitstreatments buchen kommen regelmäßig im Abstand von vier bis sechs Wochen zu uns. Körperbehandlungen sind nach wie vor sehr beliebt und noch der leicht größere Anteil der insgesamt gebuchten Treatments. Diese werden allerdings eher spontan ausgemacht.

 

„Das Schönste an meinem Alltag? Menschen berühren zu dürfen. Im doppelten Sinne. Ich bekomme so viel zurück.“

 

Was ist das Schönste an Ihrem Alltag im Das Stue Spa?
Menschen berühren zu dürfen. Im doppelten Sinne. Ich bekomme von meinen Kunden so viel zurück. Herzliche Dankbarkeit und eine Dosis Liebe. Und natürlich liebe ich den Alltag mit meinem Team. Wir sind wie eine Familie.

Und was machen Sie bei zickigen Kunden? 

Kunden sind höchstens kurz zickig, wenn sie kommen und noch in ihren Alltagssorgen feststecken. Nicht mehr, wenn sie gehen. Dann schweben sie raus.

Vielen Dank für das nette Gespräch und den köstlichen Tee.

 

Ariane
Wenn ihr mehr über das Susanne Kaufmann Boutique Spa im Das Stue Hotel erfahren möchtet… Hier geht es zu Arianes Bericht darüber.

 

Interview: Ariane Busch. Fotos: Ariane Busch/Das Stue Hotel
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